Wolfsangriff bei Urnshausen: Sechs Schafe gerissen – Familie kämpft mit Folgen
Tatjana ReinhardtWolfsangriff bei Urnshausen: Sechs Schafe gerissen – Familie kämpft mit Folgen
Wolfsangriff bei Urnshausen: Sechs Schafe tot, zwei schwer verletzt
Ein Wolfsangriff in der Nähe von Urnshausen hat sechs Schafe getötet und zwei weitere schwer verletzt. Der Schafhirte Egon Specht entdeckte die Verluste in seiner Herde am Sonntagmorgen. Der Vorfall bedeutet für die Familie sowohl eine emotionale als auch eine finanzielle Belastung.
Specht fand die toten und verletzten Tiere bei der Kontrolle seiner Herde. Sechs Mutterschafe waren getötet worden, zwei weitere wiesen tiefe Bisswunden auf und benötigten dringend tierärztliche Versorgung. Die Familie meldete den Angriff umgehend dem Thüringer Kompetenzzentrum für Wölfe, Biber und Luchse beim Umweltministerium. Beamte entnahmen Proben, um den beteiligten Beutegreifer zweifelsfrei zu identifizieren.
Die Familie Specht geht von einem Rudel aus. Jedes verlorene Tier steht für Jahre sorgfältiger Zuchtarbeit – die finanziellen Folgen sind entsprechend gravierend. Über die unmittelbaren Verluste hinaus betont die Familie die Bedeutung ihrer Schafhaltung für die Offnung der Kulturlandschaft in der Rhön.
Der Vorfall befeuert erneut die Forderungen Thüringer Viehhalter nach klareren rechtlichen Regelungen im Umgang mit sogenannten "Problemwölfen". Viele Landwirte fordern strengere Schutzmaßnahmen, um künftige Zwischenfälle zu verhindern.
Die Familie Specht steht nun vor der Aufgabe, sich von den emotionalen und wirtschaftlichen Folgen zu erholen. Die Behörden ermitteln weiter, doch alles deutet auf Wölfe als Verursacher hin. Der Fall zeigt einmal mehr die Spannungen zwischen Artenschutz und den Herausforderungen ländlicher Betriebe auf.






