27 April 2026, 14:32

Wolfsangriff bei Urnshausen: Sechs Schafe gerissen – Familie kämpft mit Folgen

Waldlandschaft mit einer Herde Schafe in der Vordergrund, umgeben von Bäumen und Pflanzen, mit Text unten.

Wolfsangriff bei Urnshausen: Sechs Schafe gerissen – Familie kämpft mit Folgen

Wolfsangriff bei Urnshausen: Sechs Schafe tot, zwei schwer verletzt

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Ein Wolfsangriff in der Nähe von Urnshausen hat sechs Schafe getötet und zwei weitere schwer verletzt. Der Schafhirte Egon Specht entdeckte die Verluste in seiner Herde am Sonntagmorgen. Der Vorfall bedeutet für die Familie sowohl eine emotionale als auch eine finanzielle Belastung.

Specht fand die toten und verletzten Tiere bei der Kontrolle seiner Herde. Sechs Mutterschafe waren getötet worden, zwei weitere wiesen tiefe Bisswunden auf und benötigten dringend tierärztliche Versorgung. Die Familie meldete den Angriff umgehend dem Thüringer Kompetenzzentrum für Wölfe, Biber und Luchse beim Umweltministerium. Beamte entnahmen Proben, um den beteiligten Beutegreifer zweifelsfrei zu identifizieren.

Die Familie Specht geht von einem Rudel aus. Jedes verlorene Tier steht für Jahre sorgfältiger Zuchtarbeit – die finanziellen Folgen sind entsprechend gravierend. Über die unmittelbaren Verluste hinaus betont die Familie die Bedeutung ihrer Schafhaltung für die Offnung der Kulturlandschaft in der Rhön.

Der Vorfall befeuert erneut die Forderungen Thüringer Viehhalter nach klareren rechtlichen Regelungen im Umgang mit sogenannten "Problemwölfen". Viele Landwirte fordern strengere Schutzmaßnahmen, um künftige Zwischenfälle zu verhindern.

Die Familie Specht steht nun vor der Aufgabe, sich von den emotionalen und wirtschaftlichen Folgen zu erholen. Die Behörden ermitteln weiter, doch alles deutet auf Wölfe als Verursacher hin. Der Fall zeigt einmal mehr die Spannungen zwischen Artenschutz und den Herausforderungen ländlicher Betriebe auf.

Quelle