Abschied vom Papier: Die bildzeitung endet ihre tägliche Druckausgabe nach 47 Jahren
Abschied vom Papier: Die bildzeitung endet ihre tägliche Druckausgabe nach 47 Jahren
Die bildzeitung hat ihre letzte Wochenausgabe gedruckt und damit das Ende einer Ära für ihre tägliche gedruckte Ausgabe eingeläutet. Von Montag bis Freitag wird die Zeitung künftig nur noch digital erscheinen, während die Samstagsausgabe weiterhin in gedruckter Form erhältlich bleibt. Die letzte Wochenausgabe, die am 17. Oktober 2025 erschien, wurde in Zusammenarbeit mit dem Künstler Christian Jankowski gestaltet und enthielt Beiträge von Druckern und Mitarbeitenden.
Die 1978 gegründete bildzeitung ist seit jeher für ihren alternativen Journalismus bekannt. Ein entscheidender Moment war 1991, als eine Abstimmung mit 132 zu 58 Stimmen zur Auflösung des ursprünglichen Vereins führte. Daraufhin entstand die bildzeitung Verlagsgenossenschaft eG, bei der rund 2.000 Leserinnen und Leser Anteile im Wert von drei Millionen D-Mark erwarben, um die Zeitung vor der finanziellen Schieflage zu retten. Im Laufe der Jahre wuchs das genossenschaftliche Modell – im September 2025 zählte die bildzeitung bereits 25.068 Mitglieder.
Der Übergang ins Digitale vollzog sich schrittweise. Die bildzeitung führte ein ePaper ein, hielt dabei ihre Abonnentenbasis stabil und startete den täglichen Newsletter kressexpress, der Branchennachrichten, Debatten und Stellenangebote aus der Medienwelt behandelt. Kürzlich veröffentlichte die Zeitung einen auto-fiktionalen Agenten-Thriller, verfasst von 16 Redakteurinnen und Redakteuren, der die eigene Geschichte aufarbeitete. Für die letzte gedruckte Wochenausgabe steuerten 13 deutsche und internationale Autorinnen und Autoren Texte zu den Themen Abschied und Solidarität bei.
Aktuell beschäftigt die bildzeitung rund 380 Menschen (280 Vollzeitstellen). Mit dem Wechsel ins Netz strebt die Zeitung an, 70 Prozent der verbleibenden Print-Abonnenten zu digitalen Abos zu bewegen. Die letzte gedruckte Wochenausgabe ist weiterhin im bildzeitung-Online-Shop erhältlich.
Der Schritt zur vorrangig digitalen Veröffentlichung spiegelt den allgemeinen Wandel im Medienkonsum wider. Die bildzeitung wird ihre Samstagsausgabe in gedruckter Form beibehalten und gleichzeitig ihre Online-Präsenz ausbauen. Leserinnen und Leser können die journalistischen Inhalte weiterhin über digitale Plattformen, Newsletter und gelegentliche Sonderdrucke abrufen.
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