Raummangel an der Uni Köln: Warum 45.000 Quadratmeter fehlen und niemand handelt
Raummangel an der Uni Köln: Warum 45.000 Quadratmeter fehlen und niemand handelt
Die Universität Köln kämpft weiterhin mit einem massiven Raummangel – ein Problem, das sich seit Jahren hinzieht. Kritiker werfen der Landesregierung nun Untätigkeit vor, während der SPD vorgeworfen wird, die Misere vor den anstehenden Wahlen für politische Zwecke auszunutzen. Die aktuellen Zahlen bestätigen ein Defizit von 45.000 Quadratmetern – doch konkrete Lösungspläne fehlen nach wie vor.
Die Raumnot der Universität hat eine lange Vorgeschichte und reicht weit zurück, noch vor der Fusion zur Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (RPTU) im Jahr 2023. Zwar brachte der Zusammenschluss einige Verbesserungen – neuen Wohnraum, eine bessere digitale Infrastruktur und eine leichte Entlastung der Überbelegung –, doch das Personal arbeitet seit Langem unter Dauerbelastung, ohne ausreichende Unterstützung durch das Land.
Allein die Bestandsaufnahme des Raummangels dauerte für die Landesregierung drei Jahre. Der lokale CDU-Vorsitzende Josef Oster kritisiert die SPD scharf, weil diese erst nach der Erlangung der Hochschulautonomie einen Erweiterungsplan vorlegte. Die Verzögerung zeige, so Oster, eine generelle Vernachlässigung Kölns in der Landespolitik.
Philip Rünz, CDU-Landtagskandidat, geht noch weiter und bezeichnet das jüngste Vorgehen der SPD als "beinahe dreist". Die Partei jage nun nach Schlagzeilen statt nach Lösungen, wirft er ihr vor. Rünz betont, wenn Universitäten tatsächlich Motoren für die regionale Entwicklung seien, müsse das Land handeln – und nicht erst im Wahlkampf.
Trotz aller Kritik gibt es jedoch weder einen Zeitplan noch einen Standort oder eine Finanzierung für die fehlenden 45.000 Quadratmeter. Die Universitätsangehörigen halten unterdessen den Betrieb am Laufen – ohne Aussicht auf Besserung.
Der Raummangel in Köln bleibt ungelöst, während politische Grabenkämpfe praktische Lösungen in den Hintergrund drängen. Die Landesregierung hat bisher nicht dargelegt, wie oder wann das Defizit behoben werden soll. Bis dahin arrangieren sich Mitarbeiter und Studierende mit der Situation – und die Debatte zieht sich weiter hin.
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