Innovationsstau in Deutschland: Warum die Regierung trotz EFI-Bericht blockiert bleibt
Innovationsstau in Deutschland: Warum die Regierung trotz EFI-Bericht blockiert bleibt
Deutschlands Innovationspolitik bleibt trotz Dringlichkeitsappellen blockiert
Bundeskanzler Friedrich Merz hat das Thema zwar als "höchste Priorität" bezeichnet, doch eine klare Strategie lässt weiterhin auf sich warten. Der jüngste Bericht der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) fordert nun zügige Reformen, um weitere Verzögerungen zu vermeiden.
Der EFI-Jahresbericht 2026 wurde Merz in dieser Woche überreicht. Er skizziert einen detaillierten Fahrplan für Veränderungen – doch mit der Umsetzung wurde noch nicht begonnen. Kritiker wie Ayse Asar, Sprecherin für Forschungs-, Technologie- und Raumfahrtpolitik, werfen der Bundesregierung vor, es fehle an einem einheitlichen Konzept.
Kompetenzstreitigkeiten zwischen Ministerien und regionale Einflüsse – insbesondere aus Bayern – bremsen die Fortschritte zusätzlich aus. Gleichzeitig verfehlt Deutschland weiterhin sein Ziel, 3,5 Prozent der Wirtschaftsleistung in Forschung und Entwicklung zu investieren. Geplante Haushaltskürzungen ab 2027 drohen die Lage weiter zu verschärfen.
Mittelständische Unternehmen sehen sich mit besonderen Hürden konfrontiert: Übermäßige Bürokratie und schwache Wissensnetzwerke schränken ihre Innovationsfähigkeit ein. Der Bericht plädiert für nationale Lösungsansätze und einen stärkeren europäischen Forschungsraum, um die technologische Souveränität zu sichern.
Die EFI-Empfehlungen liegen nun bei der Regierung – doch die Zeit wird knapp. Ohne entschlossenes Handeln droht Deutschland in der Forschungsförderung und Innovation weiter zurückzufallen. Der Erfolg des Berichts hängt davon ab, politische Grabenkämpfe zu überwinden und verlässliche, langfristige Rahmenbedingungen zu schaffen.
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