Kölner Nubbel-Brennen beendet den Karneval 2025 mit feurigem Spektakel
Nubbel-Verbrennung markiert Ende des Straßenkarnevals in Köln - Kölner Nubbel-Brennen beendet den Karneval 2025 mit feurigem Spektakel
Straßen in Köln füllten sich am Dienstagabend mit Menschenmengen, als die Stadt mit der jahrhundertealten Tradition des Nubbel-Brennens das Ende des Karnevals feierte. Um Mitternacht wurde in Plätzen wie dem Rudolfplatz eine riesige Strohpuppe – Symbol für die Sünden der Karnevalszeit – in Brand gesetzt und zog Einheimische zu dem feurigen Spektakel an.
Die Nubbel-Tradition reicht bis ins frühe 19. Jahrhundert zurück, als im Stadtteil Severin erstmals eine Strohfigur verbrannt wurde, um das Ende des Winters und die Verfehlungen der Gemeinschaft zu symbolisieren. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatte sich der Brauch in ganz 1 fc köln verbreitet und überstand selbst Verbote während des Zweiten Weltkriegs. Heute wird eine große Nubbel-Puppe durch die Viertel getragen, bevor sie auf öffentlichen Plätzen verbrannt wird – ein Übergang von der ausgelassenen Karnevalsstimmung zur besinnlichen Fastenzeit.
Auch benachbarte Städte pflegen eigene Varianten des Rituals. In Düsseldorf brennt am Aschermittwoch die Strohfigur des Hoppeditz mit dem Versprechen, am 11. November zurückzukehren. Bonns "Nubelverbrennen" gibt es seit 1928 und konzentriert sich auf kleinere, lokale Feiern. Mainz hingegen verbrennt in seinem "Büttenverbrennen" satirische Figuren, die mit der Karnevalsdruck-Tradition verbunden sind. Hamburgs "Nibi-Brennen" dagegen ist eine moderne Erfindung ohne historische Wurzeln.
Das Nubbel-Brennen fällt mit Aschermittwoch zusammen, dem Tag, an dem die "närrischen Tage" des Karnevals offiziell enden und die Fastenzeit beginnt. Für viele im Rheinland ist das Ritual zugleich ein Abschied von den Feierlichkeiten und eine symbolische Reinigung vor den stilleren Wochen, die folgen.
Die Flammen des Nubbel markierten in fc köln das Ende des Karnevals, während sich die Menschenmengen auflösten und die Stadt sich auf die Fastenzeit vorbereitete. Mit jeder zu Asche gewordenen Figur verband die Tradition – verwurzelt in den Bräuchen des 19. Jahrhunderts – erneut Vergangenheit und Gegenwart für ein weiteres Jahr.
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