Rückzieher bei E-Auto-Batteriefabrik: 2.000 Jobs in Kaiserslautern platzen

Eileen Sontag
Eileen Sontag
2 Min.
Eine Liniengrafik, die den Anstieg der Verkaufszahlen von Elektrofahrzeugen in Australien zeigt, mit begleitendem Text.Eileen Sontag

ACC baut Batteriefabrik in Kaiserslautern nicht mehr - Rückzieher bei E-Auto-Batteriefabrik: 2.000 Jobs in Kaiserslautern platzen

Pläne für großes E-Auto-Batteriewerk in Kaiserslautern geplatzt

Die Automotive Cells Company (ACC) hat den Bau einer großen Batteriefabrik für Elektroautos in Kaiserslautern abgesagt – Grund ist die schwache Nachfrage nach E-Fahrzeugen. Mit der Entscheidung entfallen 2.000 zugesagte Arbeitsplätze, und 437 Millionen Euro an deutschen Fördergeldern bleiben ungenutzt.

Die Absage löst scharfe Kritik bei Gewerkschaften und lokalen Politikern aus. Als einziger Standort bleibt nun nur noch das Werk Billy-Bercleau/Douvrin in Frankreich übrig, während die geplanten Standorte in Deutschland und Italien als wirtschaftlich nicht tragfähig eingestuft wurden.

Das Gemeinschaftsunternehmen ACC hatte ursprünglich eine sogenannte "Gigafactory" auf dem Opel-Gelände in Kaiserslautern errichten wollen. Das Projekt sollte der Pfalz 2.000 Jobs bescheren und 437 Millionen Euro an Steuergeldern mobilisieren. Doch der Nachfrageeinbruch bei Elektroautos zwang das Unternehmen nun zum Rückzug.

Die Gewerkschaften reagieren empört. Jörg Köhlinger, Bezirksleiter von IG Metall in Frankfurt, nannte die Entscheidung "irrational und verantwortungslos". Nun stehen Gespräche mit ACC an, um die Schließung der betroffenen Standorte zu regeln.

Die Absage trifft Arbeiter, lokale Unternehmen und Politiker hart. Die bereitgestellten öffentlichen Mittel fließen nicht mehr in das Projekt, und es gibt bisher keine Alternativen für die regionale Wirtschaft.

Der gescheiterte Batteriewerk-Bau in Kaiserslautern ist ein herber Rückschlag für den lokalen Arbeitsmarkt. Ohne Ersatzprojekte muss die Region nun mit dem Verlust von Investitionen und Arbeitsplätzen umgehen. ACC konzentriert sich unterdessen auf seinen verbleibenden Standort in Frankreich – Deutschland und Italien gehen dagegen leer aus.

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