Ruhpolding will Biathlon-WM 2032 oder 2033 nach Deutschland holen – der fünfte Versuch
Ruhpolding veranstaltet erneut Biathlon-Weltmeisterschaften - Ruhpolding will Biathlon-WM 2032 oder 2033 nach Deutschland holen – der fünfte Versuch
Ruhpolding wird sich um die Ausrichtung der Biathlon-Weltmeisterschaften 2032 oder 2033 bewerben – der fünfte Anlauf der bayerischen Gemeinde, das Großereignis zu sich zu holen. Der Deutsche Skiverband (DSV) bestätigte die Entscheidung nach einem deutlichen Votum des örtlichen Gemeinderats. Zuletzt hatte Ruhpolding die Titelkämpfe 2012 ausgetragen, als Magdalena Neuner mit herausragenden Leistungen für Deutschland glänzte.
Der Bewerbungsprozess wird in den kommenden zwei Jahren konkretisiert, wobei die Verantwortlichen ein nachhaltiges und finanziell tragfähiges Konzept erarbeiten wollen. Die finalen Unterlagen müssen bis Mai 2028 bei der Internationalen Biathlon-Union (IBU) eingereicht werden. Die Vergabe der Weltmeisterschaften 2032 und 2033 wird dann beim IBU-Kongress im Herbst 2028 entschieden.
Bevor der Fokus auf Biathlon liegt, priorisiert der DSV jedoch die Bewerbung Oberstdorfs für die FIS-Nordischen Ski-Weltmeisterschaften 2031. Sollte dieser Antrag erfolgreich sein, wird anschließend entschieden, ob Ruhpolding eine Kandidatur für 2032, 2033 oder beide Jahre anstrebt. Die lange Tradition des Ortes als Austragungsort – mit Weltmeisterschaften in den Jahren 1979, 1983, 1996, 2007 und 2012 – unterstreicht die Aussichten auf eine erfolgreiche Bewerbung.
DSV-Präsident Jörg Flechtner betonte die Stärken Ruhpoldings und bezeichnete den Ort als eine Location von "Qualität, Erfahrung und Leidenschaft". Die letzten Biathlon-WM in Deutschland fanden 2023 in Oberhof statt und festigten damit den Ruf des Landes als zuverlässiger Gastgeber großer Wintersportveranstaltungen.
Der Zeitplan der Bewerbung passt in die übergeordnete Strategie des DSV, die mit Oberstdorfs Kandidatur für die Nordischen Ski-WM 2031 beginnt. Eine mögliche Auswahl Ruhpoldings würde die Titelkämpfe nach einem Jahrzehnt wieder nach Deutschland bringen. Nun steht die Aufgabe an, bis zur Frist 2028 ein überzeugendes Konzept zu erarbeiten.
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