FDP Hessen plant radikale Reformen: Sozialarbeit an Schulen und Abbau im öffentlichen Dienst

Eileen Sontag
Eileen Sontag
2 Min.
Ein Plakat mit einem schmalen schwarzen Rand und zentrierter Schrift, die in fetter, schwarzer Schrift den Text "Maganomics: Ein Wirtschaftsplan, der drei Dinge tut: Steuern für Reich und Großkonzerne weiter senken" gegen einen weißen Hintergrund zeigt.Eileen Sontag

Landeshaushalt 2026: FDP will Abschaffung von Regierungspräsidien fordern - FDP Hessen plant radikale Reformen: Sozialarbeit an Schulen und Abbau im öffentlichen Dienst

Die hessische FDP hat ein Paket mit Spar- und Reformvorschlägen vorgelegt, das Bildung, Verwaltung und staatliche Beteiligungen im Fokus hat. Die Pläne umfassen zusätzliche Mittel für benachteiligte Schulen, Personalabbau in Behörden sowie den Verkauf bestimmter öffentlicher Vermögenswerte.

Die Partei begründet die Maßnahmen damit, dass sie die Bürokratie verschlanken und gleichzeitig die Förderung von Schülerinnen und Schülern aus sozial schwachen Verhältnissen stärken würden.

Im Bildungsbereich schlägt die FDP vor, jede der 320 hessischen Startchancen-Schulen mit weiteren 63.750 Euro zu unterstützen. Damit soll an jeder dieser Schulen eine halbe Stelle für eine Sozialarbeiterin oder einen Sozialarbeiter finanziert werden – ein Ausbau des bestehenden Angebots, das bereits an 224 Schulen seit dem Schuljahr 2023/24 besteht. Die Partei verspricht sich davon eine bessere Betreuung von Kindern und Jugendlichen aus benachteiligten Familien.

In der Landesverwaltung will die FDP die drei Regierungspräsidien in Darmstadt, Gießen und Kassel abschaffen. Parallel dazu soll die Personalstärke in den Ministerien durch natürliche Fluktuation jährlich um netto 4 Prozent reduziert werden. Über einen Zeitraum von zehn Jahren ließen sich so laut FDP mehr als 600 Millionen Euro einsparen.

Zudem fordert die Partei eine verpflichtende Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung, einschließlich des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz. Ein weiterer zentraler Punkt ist die Überprüfung der 49 direkten Beteiligungen des Landes Hessen an Unternehmen – mit dem Ziel, Vermögenswerte wie das landeseigene Weingut Kloster Eberbach zu privatisieren.

Sollten die Reformpläne der FDP umgesetzt werden, stünde dem hessischen öffentlichen Sektor ein tiefgreifender Wandel bevor: durch Kostensenkungen und Modernisierungsmaßnahmen. Schulen erhielten mehr Ressourcen für soziale Unterstützung, während Behörden mit Personalabbau und digitalen Umstrukturierungen konfrontiert wären. Die Privatisierung ausgewählter Staatsbetriebe würde die öffentlichen Ausgaben zusätzlich verringern.

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