GTime sorgt mit großzügigem Editor-Gehalt für Branchen-Debatte über faire Bezahlung
GTime sorgt mit großzügigem Editor-Gehalt für Branchen-Debatte über faire Bezahlung
Deutscher Twitch-Streamer GTime gewinnt rasant an Popularität – nicht zuletzt dank einer Änderung seiner Inhaltsstrategie. Sein jüngster Aufstieg hat zudem eine Debatte darüber entfacht, wie viel Content-Creator ihren Editors eigentlich zahlen sollten. Im Mittelpunkt der Diskussion steht sein ungewöhnlich großzügiges Abkommen mit dem Editor Enno: ein festes Gehalt plus einen Anteil an den Einnahmen.
GTime zahlt Enno monatlich 4.800 Euro brutto sowie die Hälfte der Erträge des YouTube-Kanals. Dieses Modell hebt sich in einer Branche ab, in der die Bezahlung von Editors oft niedrig oder unregelmäßig ausfällt. Kritiker wie der Streamer-Kollege gTasty nennen die Vereinbarung übertrieben und befeuern damit erneut die Diskussion über faire Bezahlung.
Das Thema Editor-Löhne ist seit Jahren umstritten. Der Papaplatte-Skandal hatte bereits offenbart, wie gering die Verdienste vieler Editors oft sind – trotz ihrer unverzichtbaren Rolle. Selbst prominente Persönlichkeiten wie Trymacs und Max Schradin hatten einst vorgeschlagen, die Gehälter von Editors zu deckeln, zogen diese Aussagen später jedoch zurück.
GTime verteidigt seinen Ansatz und betont, dass harte Arbeit angemessen entlohnt werden müsse. Sein eigener Erfolg folgte auf eine bewusste Neuausrichtung seiner Content-Strategie – ein Beweis dafür, dass sich Durchhaltevermögen auszahlen kann. Dennoch fehlen in der Branche belastbare Daten dazu, wie sich die Bezahlung von Editors über die Jahre entwickelt hat. Viele Fragen bleiben damit unbeantwortet.
Die Debatte über die Vergütung von Editors spaltet die Streaming-Welt weiterhin. GTimes Modell zeigt die Kluft zwischen gängigen Praktiken und dem auf, was manche Content-Creator für fair halten. Vorerst bleibt die Diskussion ungelöst – eine branchenweite Einigung auf faire Gehaltsstrukturen steht noch aus.
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