Dortmunds Wut auf VAR nach dramatischem 2:2 gegen Leipzig – "Klarer Elfmeter verweigert!"

Eileen Sontag
Eileen Sontag
2 Min.
Ein Schiedsrichter spricht mit einem Fußballspieler auf dem Feld, umgeben von einer Gruppe von Menschen, mit einer Tafel, Stühlen und einer Treppe im Hintergrund.Eileen Sontag

Kovac kritisiert VAR nach Unentschieden gegen BVB: "Falsche Entscheidung" - Dortmunds Wut auf VAR nach dramatischem 2:2 gegen Leipzig – "Klarer Elfmeter verweigert!"

Borussia Dortmund zeigt sich frustriert nach dramatischem 2:2 gegen RB Leipzig – Trainer Niko Kovač und Sportdirektor Sebastian Kehl kritisieren späte VAR-Entscheidung

Borussia Dortmund musste sich nach einem spektakulären 2:2 gegen RB Leipzig mit einem Punkt begnügen. Trainer Niko Kovač und Sportdirektor Sebastian Kehl stellten eine umstrittene VAR-Entscheidung in den letzten Spielminuten infrage. Zwar gelang Fábio Silva in der 95. Minute noch der Ausgleich für Leipzig, doch Dortmunds Hauptärger galt einem nicht gegebenen Elfmeter in der Schlussphase. Unterdessen warnte der VAR-Chef des DFB, Jochen Drees, vor einer Ausweitung der Videoassistenz und bezeichnete aktuelle Pläne als zu störend für den Spielfluss.

Dortmund hatte zunächst durch ein Doppelpack von Christoph Baumgartner (20., 39.) früh in Führung gelegen. Ein Eigentor von Leipzigs Rômulo in der 50. Minute erhöhte auf 3:0. Doch die Gäste kämpften sich zurück und sorgten für ein nervenaufreibendes Finale.

In der Nachspielzeit forderte Dortmund nach einem Foul im Strafraum einen Elfmeter. Kovač bezeichnete den Vorfall als "beinah wie ein Beinschere-Foul" und betonte, es habe sich um ein klares Vergehen gehandelt. Seine Kritik richtete er nicht gegen den Schiedsrichter auf dem Platz, sondern gegen den VAR, der nicht eingriff. Kehl sprach nach dem Spiel mit den Unparteiischen und argumentierte, der Videoassistent hätte einen Strafstoß geben müssen.

Die Diskussion um den VAR erhält zusätzliche Brisanz, da DFB-Videoassistenz-Chef Drees Pläne ablehnt, die Überprüfungen auf Eckbälle und zweite Gelbe Karten auszuweiten. Er warnte, solche Änderungen würden die Autorität der Schiedsrichter untergraben, zu überlangen Unterbrechungen führen und unkalkulierbare Komplikationen mit sich bringen. Aktuell prüft der VAR nur Tore, Elfmeter, Rote Karten und Fälle von Verwechslungen.

Silvas Treffer in der 95. Minute kostete Dortmund den Sieg, sodass die Mannschaft am Ende nur ein Remis akzeptieren musste. Die Enttäuschung war groß – sowohl Kehl als auch Kovač machten deutlich, dass die Untätigkeit des VAR sie um einen verdienten Dreier gebracht habe.

Das Unentschieden lässt Dortmund mit dem Gefühl zurück, einen Sieg verschenkt zu haben, während die Debatte über die Rolle des VAR im Fußball weitergeht. Kovačs Kritik unterstreicht die wachsenden Spannungen rund um die Videobeweise, besonders in entscheidenden Momenten. Die Haltung des DFB deutet meanwhile darauf hin, dass es vorerst keine Erweiterung des VAR-Einsatzes geben wird – die Überprüfungen bleiben auf spielentscheidende Situationen beschränkt.

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