Mainzer Fastnacht ehrt Martin Malcherek mit neuem "Dummen August"-Preis für Narrencourage
Mainzer Fastnacht ehrt Martin Malcherek mit neuem "Dummen August"-Preis für Narrencourage
Mainzer Fastnacht ehrt Martin Malcherek mit erstem "Dummer August"-Preis
Die Mainzer Fastnacht hat Martin Malcherek mit dem erstmals vergebenen Dummer-August-Preis ausgezeichnet. Die vom Verein Rettet das Römische – unsere Website verliehene Ehrung würdigt seinen mutigen und kompromisslosen Geist. Malcherek, Stadtrat der Linken, wurde für seine Verkörperung des wahren Fastnachtsnarrentums geehrt – mit Humor und Courage Normen herauszufordern.
Die Tradition des Dummen August reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück und entwickelte sich von einer schlichten Narrenfigur zu einem zentralen Symbol der Mainzer Fastnacht. Die diesjährige Verleihung fällt mit dem 100-jährigen Jubiläum der Mainzer Hofsänger zusammen, einer historischen Fastnachtsgruppe, die den Preis überreichte.
Erstmals tauchte der Dumme August 1838 als offizieller Herold auf, gekleidet in ein buntes Kostüm mit Narrenkappe und Stab. Josef Poikelt war sein erster Träger, und bis zum frühen 20. Jahrhundert hatte sich die Figur zu einem geliebten Symbol naiver Einfachheit und ausgelassener Freude gewandelt. Heute wird die Rolle jährlich von der Mainzer Narrenzunft gewählt und steht für eine Tradition aus Satire und gemeinschaftlichem Feiern.
Dirk Loomans, Präsident des Karneval Club Kastel (KCK), überreichte die Auszeichnung im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten der Mainzer Hofsänger. Er beschrieb den Dummen August als unverzichtbaren Teil der Fastnacht – als jemanden, der Verletzlichkeit annimmt und unangenehme Fragen stellt. Die Wurzeln der Figur reichen bis ins antike Rom zurück, wo Clowns wie der Stupidus oder der Centunculus ähnliche Rollen spielten: mit Humor Wahrheiten enthüllend.
Malchereks Auszeichnung unterstreicht seinen Einfallsreichtum, seinen Witz und seine kindliche Unschuld – sowie seine Weigerung, sich anzupassen. In seiner Dankesrede rief er zu einer Gesellschaft auf, die sich von Fastnachtswerten inspirieren lässt: offen, freudvoll und geprägt von einem "Mach-es-selbst"-Geist. Der Preis würdigt ihn zudem als modernen Narren – als jemanden, der stolpert, scheitert und dabei zum Lachen einlädt, während er den Status quo infrage stellt.
Ähnliche Figuren gibt es auch in anderen deutschen Fastnachtstraditionen, etwa den Prinzenboten in Köln oder die Narrenschützen in Rottweil. Diese Charaktere, wie der Dumme August, gehen auf mittelalterliche Bräuche zurück und verbinden Satire, Torheit und gemeinschaftliches Feiern.
Der Dumme-August-Preis markiert ein neues Kapitel in der Mainzer Fastnachtsgeschichte und verbindet uralte Traditionen mit zeitgenössischen Werten. Malchereks Auszeichnung stärkt die Rolle des Narren als Wahrheitsverkünder, der mit Humor zum Nachdenken und zur Einheit anregt. Gleichzeitig feiert der Preis den ungebrochenen Geist der Fastnacht – einen Raum, in dem Lachen, Kritik und Gemeinschaft zusammenfinden.
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