Palforzia wird im Juli 2023 vom Markt genommen – was bedeutet das für Allergiker?
Palforzia wird im Juli 2023 vom Markt genommen – was bedeutet das für Allergiker?
Palforzia, das erste zugelassene Medikament zur Erdnussallergie-Desensibilisierung, wird vom Markt genommen. Der Hersteller Stallergenes Greer gab die Entscheidung bekannt und bestätigte, dass der Verkauf bis Ende Juli 2023 eingestellt wird. Der Schritt folgt auf regulatorische Prüfungen und Bedenken hinsichtlich des nachgewiesenen Nutzens des Arzneimittels.
Der Rückzug erfolgt, nachdem der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) 2022 zu dem Schluss kam, dass Palforzia keinen klaren Vorteil gegenüber einer einfachen Überwachung bietet. Bereits Anfang desselben Juli hatte auch das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) die Wirksamkeit des Präparats infrage gestellt. Zwar hatten frühere US-Studien positive Effekte gezeigt – allerdings nur, wenn die Behandlung vor dem vierten Geburtstag des Kindes begann.
Stallergenes Greer betonte, dass die Entscheidung nicht mit Sicherheits-, Qualitäts- oder Wirksamkeitsproblemen zusammenhängt. Stattdessen werde sich das Unternehmen auf die Erfüllung regulatorischer Anforderungen konzentrieren und gleichzeitig sicherstellen, dass Patienten möglichst wenig beeinträchtigt werden. Die Startpackung zur Dosissteigerung bleibt bis zum 31. März 2026 verfügbar, die Erhaltungsdosis von 300 mg bis März 2027. Patienten, die sich in der Phase der Dosiserhöhung (Stufen 1 bis 11) befinden, können die Behandlung bis Ende 2026 fortsetzen.
Der Hersteller sicherte zu, den Übergang für aktuell behandelte Patienten so reibungslos wie möglich zu gestalten. Sämtliche regulatorischen Verpflichtungen werden während der schrittweisen Marktrücknahme erfüllt.
Mit dem geplanten Ausstieg von Palforzia ab Juli 2023 müssen sich Betroffene und Behandler auf alternative Therapieansätze einstellen. Die verlängerte Verfügbarkeit bestimmter Dosierungen schafft zwar eine Übergangsphase, doch wird das dauerhafte Fehlen des Medikaments die Behandlungsmöglichkeiten bei Erdnussallergien nachhaltig verändern. Nun liegt es an den Aufsichtsbehörden und Gesundheitsdienstleistern, die nächsten Schritte für die betroffenen Patienten zu bestimmen.
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