Mainzer Behörde wächst: Mehr Personal, neue Aufgaben und 24-Stunden-Einsätze
Mainzer Behörde wächst: Mehr Personal, neue Aufgaben und 24-Stunden-Einsätze
Mainzer Aufsichtsbehörde durchläuft tiefgreifende Umbrüche
In den vergangenen Jahren hat die Mainzer Regulierungsbehörde weitreichende Veränderungen durchlaufen. Neue Aufgabenbereiche, ein vergrößerter Personalstamm und ein modernisierter Hauptsitz prägen die Umstrukturierung. Die Anpassungen erfolgten vor dem Hintergrund steigender Anforderungen – insbesondere während der Pandemie sowie durch neue Gesetze zu Prostitution, Cannabis und Veranstaltungssicherheit.
Der Zentrale Vollzugs- und Ermittlungsdienst (ZVE) zog im Oktober 2021 von den veralteten Räumlichkeiten im Stadthaus in das Brückenturm-Gebäude um. Der Umzug war längst überfällig, da die alten Büros für den Betrieb zu beengt geworden waren. Nach dem Wechsel verbesserten sich die Arbeitsbedingungen deutlich.
Auch der Personalbestand wuchs unter der früheren Leitung von Matz, der zentrale Modernisierungen vorantrieb. Seit Dezember 2018 stieg die Zahl der Vollzeitkräfte von 68 auf 104 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – 41 neue Stellen wurden geschaffen. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Sicherheit der Beamten: Bereits 2019 wurden Pfefferspray-Pistolen eingeführt.
Besonders in den Pandemiejahren 2020 bis 2022 nahm der Arbeitsaufwand der Behörde stark zu. Später kamen zusätzliche Aufgaben hinzu, etwa die Überwachung neuer Vorschriften für Leih-E-Scooter. Seit März 2023 dürfen die Roller in der Mainzer Innenstadt nur noch in ausgewiesenen Zonen abgestellt werden, einige Bereiche sind komplett gesperrt.
Bis Anfang 2026 weitete der Vollzugsdienst seinen Betrieb auf eine 24-Stunden-Bereitschaft aus. Die Veränderungen spiegeln eine grundlegende Erweiterung des Aufgabenspektrums wider – oft ohne zusätzliche Finanzmittel.
Die Regulierungsbehörde arbeitet heute mit mehr Personal, besserer Ausstattung und einer modernen Infrastruktur. Ihre Zuständigkeiten umfassen nun weitere Rechtsbereiche sowie eine rund um die Uhr besetzte Einsatzbereitschaft. Die Aufrüstung soll den wachsenden Anforderungen gerecht werden und gleichzeitig die öffentliche Ordnung in Mainz sichern.
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