Ambibox und SMA machen bidirektionales Laden für Haushalte nutzbar

Reinhild Hänel
Reinhild Hänel
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Eine Elektrofahrzeug-Ladestation in einer Tiefgarage mit zwei an der Wand angebrachten Ladepunkten und Tafeln mit Text darauf, der Boden ist unten im Bild zu sehen.Reinhild Hänel

Ambibox und SMA machen bidirektionales Laden für Haushalte nutzbar

Bidirektionales Laden revolutioniert die Wechselwirkung zwischen Elektrofahrzeugen und Energiesystemen. Die Technologie verbindet E-Mobilität, erneuerbare Energien und Strommärkte – und beschleunigt so den Übergang zu sauberer Energie. Eine der führenden Lösungen, die Ambibox, stammt von einem Mainzer Unternehmen und ist nun Teil einer umfassenden energiemanagement-Plattform.

Die in Mainz entwickelte Ambibox hat sich als Standardlösung für bidirektionales laden etabliert. Viele Automobilhersteller vertreiben sie unter eigenem Namen. Kürzlich wurde sie in das SMA-Energiesystem integriert, was die Nutzung der Technologie für Haushalte deutlich vereinfacht.

Mit SMA und der Ambibox können Nutzer selbst bestimmen, wie die Batterie ihres Elektroautos energie speichert. Sie legen Regeln fest, wann das Fahrzeug lädt oder energie zurück ins Hausnetz einspeist. Die Plattform unterstützt bereits über 700 verschiedene Komponenten, darunter bidirektionale Systeme von Marken wie Evtec und Sun2Wheel.

Immer mehr Elektrofahrzeuge ermöglichen bidirektionales laden ohne zusätzliche Hardware. Aktuell liegt der Fokus auf Vehicle-to-Home (V2H)-Lösungen, bei denen Autos Haushalte mit energie versorgen. Vehicle-to-Grid (V2G)-Systeme, die energie ins öffentliche Netz zurückspeisen, befinden sich noch in der Entwicklung, doch ihr Ausbau wird erwartet.

SMA zeigt die Vorteile dieses Ansatzes: Haushalte sparen Energiekosten, während gleichzeitig das gesamte energiesystem entlastet wird.

Die Kombination aus Ambibox und SMA macht bidirektionales laden alltagstauglicher. Da immer mehr Elektroautos die Technologie nutzen, könnte sie künftig eine größere Rolle bei der Balance von energieangebot und -nachfrage spielen. Der nächste Schritt könnte die breitere Einführung von V2G-Systemen sein – und damit eine noch engere Verzahnung von E-Autos mit dem Stromnetz.

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