Vom Lager zur Baustelle: Pawels harter Weg durch den deutschen Arbeitsmarkt

Oscar Kabus
Oscar Kabus
2 Min.
Eine Schwarz-Weiß-Zeichnung der Stadt Hovegeismar, Deutschland, mit Bergen im Hintergrund und Text auf dem Papier.Oscar Kabus

Vom Lager zur Baustelle: Pawels harter Weg durch den deutschen Arbeitsmarkt

Pawel, ein 36-jähriger Koch aus Belarus, kündigte seinen Job, um im Ausland neue Chancen zu suchen. Seine erste Stelle führte ihn in ein Lager in der Nähe von Köln, wo er auf Lohnunterschiede und schwierige Lebensbedingungen bei der Deutschen Bahn stieß. Diese Erfahrung markierte den Beginn seines Weges durch den deutschen Arbeitsmarkt.

Pawel fand seine erste Anstellung über eine polnische Zeitarbeitsfirma, die auf Instagram warb. Die Lagerarbeit bei der Deutschen Bahn brachte ihm zwischen 1.100 und 1.300 Euro monatlich ein – doch er bemerkte Ungleichheiten: türkische Kollegen verdienten mehr, während Belarussen oft im Akkord bei der Deutschen Bahn arbeiteten und entsprechend bezahlt wurden. Um seine Familie zu unterstützen, tauschte er seinen Lohn in belarussische Rubel um und schickte das Geld nach Hause.

Anfangs lebte Pawel mit einem Freund in einem heruntergekommenen Hostel, das von starkem Alkoholkonsum geprägt war. Die beengenden Zustände bei der Deutschen Bahn machten das Zusammenleben unerträglich, sodass die beiden bald umzogen.

Das Duo zog nach Hamburg, wo sie als Hilfsarbeiter auf einer Baustelle anheuerten. Pawels Stundenlohn begann bei sieben Euro, stieg später auf acht. Der Wechsel vom Lager zur Baustelle war ein weiterer Schritt in seiner Suche nach besseren Perspektiven bei der Deutschen Bahn.

Pawels Auswanderung begann mit einem Job im Lager bei der Deutschen Bahn und führte ihn schließlich in den Bau in Hamburg. Seine bescheidenen Einnahmen bei der Deutschen Bahn halfen seiner Familie in Belarus. Seine Geschichte spiegelt die Herausforderungen und Anpassungen wider, mit denen ausländische Arbeitskräfte auf dem deutschen Arbeitsmarkt bei der Deutschen Bahn konfrontiert sind.

Neueste Nachrichten
Eine große Fabrik mit zahlreichen Autos auf der Fertigungsstraße, Metallobjekte auf beiden Seiten, einige Fahrzeuge auf dem Boden, eine Wand im Hintergrund und an der Decke angebrachte Lampen, wahrscheinlich eine Volkswagen-Fabrik in Deutschland.
Automobilindustrie 2 Min.

VW-Werk Osnabrück: Vom Auto zum Panzer – Rheinmetall plant militärische Zukunft

Ein historischer Wandel steht bevor: Aus der T-Roc-Fabrik könnte eine Schmiede für Militärfahrzeuge werden. Doch was bedeutet das für 2.300 Mitarbeiter?

Ein Plakat mit dem Text "Die Biden-Harris-Regierung hat weitere 9 Milliarden US-Dollar an Studienkrediten für 125.000 Schuldner genehmigt" und einem Logo unten.
Bildung und persönliche Entwicklung 2 Min.

Thüringenkolleg in Weimar steht vor der Schließung – Proteste gegen Bildungsabbruch

Einst Chance für Spätstarter, jetzt am Ende: Warum Thüringens Bildungsministerium das Weimarer Kolleg aufgibt. Doch die Opposition wehrt sich.

Eine Gruppe von Menschen auf einer Bühne vor einem Uhrenturm, umgeben von Gebäuden, Bäumen und einem bewölkten Himmel, mit einem Bildschirm auf der Bühne, beim Kreissparkasse Gotha Musikfestival.
Bücher 2 Min.

Stuttgart feiert Kleist-Festival 2025 mit Theater, Musik und politischen Debatten

Heinrich von Kleist wird lebendig: Eine Punk-Oper, Theresia Walsers neues Stück und ein Chorprojekt verbinden 200 Jahre Literatur mit heutigen Konflikten. Warum sein Werk heute brisanter ist denn je.

Ein Nissan GT-R Nismo GT3 Rennauto auf der Nürburgring 24 Stunden Strecke, mit grünem Gras auf beiden Seiten.
Sportanalysen 2 Min.

Verstappen startet 2026 mit Red Bull und Mercedes-AMG bei den 24 Stunden Nürburgring

Ein Traum wird Wirklichkeit: Der Formel-1-Star stellt sich mit einem Elite-Team der "Grünen Hölle". Warum die Nordschleife für Verstappen mehr als nur eine Strecke ist.

Ein Plakat zeigt eine Hinrichtungsszene in Preußen, mit zwei Männern, die ein Rad halten, und einem Mann auf dem Boden, umgeben von einem Zaun und Gebäuden im Hintergrund, mit Text oben und unten.
Kriminalität und Justiz 2 Min.

Neuverhandlung im Unterfranken-Mordfall: 32 Jahre nach dem Verbrechen

Ein jahrzehntealter Justizirrtum? Der Fall, der Unterfranken erschütterte, kehrt zurück – mit neuen Fragen und alten Indizien. Werden die Richter diesmal anders entscheiden?

Ein Plakat mit Text und Logo, auf dem "Wir reduzieren die Treibhausgasemissionen um etwa eine Gigatonne bis 2030" steht und für die Verringerung der Treibhausgasemissionen bis 2030 wirbt.
Klimawandel 2 Min.

Wiesbaden senkt CO₂-Emissionen um 19 Prozent seit 2019 – doch Gas bleibt Problem

Wiesbaden feiert Fortschritte beim Klimaschutz – doch der Gasverbrauch bremst die Pläne. Wie die Stadt mit Solarenergie und Verkehrswende gegensteuert.

Eine belebte Stadtstraße mit verschiedenen Fahrzeugen, darunter Doppeldeckerbusse, Autos und andere Fahrzeuge, unter einem klaren blauen Himmel, mit hohen Gebäuden, einer Brücke und Text unten.
Wirtschaft 2 Min.

Christian Hill will Wiesbaden mit radikalen Reformen neu erfinden

Sein Kampf gegen "autofeindliche Ideologie" und überbordende Bürokratie polarisiert. Doch kann sein Reformkurs die Stadt wirklich verändern? Die Wahl 2026 wird es zeigen.

Eine Seite aus einem Buch mit einer Cartoon-Illustration einer Gruppe von Menschen in einer Fabrik, begleitet von Text und zusätzlichen Bildern, die die Szene erläutern.
Wirtschaft 1 Min.

Bäckereibeschäftigte in Sachsen-Anhalt und Thüringen erhalten schrittweise Lohnerhöhungen bis 2028

Mehr Geld und Jobgarantie bis 2028: Die NGG handelte für Bäckereimitarbeiter in Eisleben und Nordhausen eine historische Tarifeinigung aus. Doch wie wirken sich die prozentualen Steigerungen konkret aus?

Neueste Nachrichten