Caritas erweitert Suizidprävention U25 in drei neuen Städten Deutschlands
Online-Selbstmordprävention in Mainz, Worms und Rüsselsheim - Caritas erweitert Suizidprävention U25 in drei neuen Städten Deutschlands
Suizid bleibt die häufigste Todesursache unter jungen Menschen in Deutschland – das geht aus Daten von Caritas Deutschland hervor. Um dieser Krise zu begegnen, hat die Organisation ihr Online-Beratungsangebot U25 auf drei weitere Standorte in den Bundesländern Deutschlands ausgeweitet. Das Programm ist nun in 14 Städten aktiv und bietet kostenlose, vertrauliche Hilfe für Betroffene an.
Das U25-Programm von Caritas Deutschland wurde 2001 ins Leben gerufen und bietet seither von Gleichaltrigen geleitete Online-Beratung für junge Menschen in emotionalen Krisen an. Im Laufe der Jahre hat sich das Angebot stark erweitert: Bis 2025 wurden bundesweit über 250.000 Personen unterstützt. Allein im vergangenen Jahr erhielten rund 1.700 junge Menschen durch die Initiative Hilfe.
Die jüngste Erweiterung umfasst neue Standorte in Mainz, Worms und Rüsselsheim. Für diese Ausweitung absolvierten 380 Peer-Beraterinnen und -Berater eine 32-stündige Spezialausbildung. Ihre Aufgabe ist es, jungen Menschen mit Suizidgedanken schnell und unkompliziert Unterstützung anzubieten.
Malu Dreyer, Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, übernimmt als Botschafterin die Schirmherrschaft für die Initiative im Bistum Mainz. Sie betonte, dass das Programm jungen Menschen in Krisen zeigt: "Ihr seid nicht allein." Gleichzeitig fordert Caritas Deutschland eine bundesweite Förderung und ruft Gesundheitsministerin Nina Warken auf, das Suizidpräventionsgesetz endlich zu verabschieden. Ziel ist es, die Finanzierung der drei neuen Standorte bis 2028 langfristig zu sichern.
Die Ausweitung von U25 verbessert den Zugang zu psychologischer Unterstützung für junge Menschen in ganz Deutschland. Mit 14 aktiven Standorten und geschulten Peer-Beratern will der Dienst dort verlässliche Hilfe leisten, wo sie am dringendsten gebraucht wird. Eine bundesweite Anerkennung und Förderung würde die Rolle des Programms bei der Prävention von Jugendsuiziden weiter stärken.
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