Zwei Legenden der deutschen Medienwelt sind tot – ein Abschied von Wagner und Hilsberg
Zwei Legenden der deutschen Medienwelt sind tot – ein Abschied von Wagner und Hilsberg
Zwei prägende Figuren der deutschen Medienlandschaft sind kürzlich verstorben. Franz Josef Wagner, der langjährige Bild-Kolumnist, der als "Bild-Dichter" bekannt war, starb im Alter von 82 Jahren. Gleichzeitig verstarb auch Alfred Hilsberg, der einflussreiche Underground-Impresario aus Hamburg, mit 77 Jahren. Beide Männer hinterließen tiefe Spuren im deutschen Kulturdiskurs.
Franz Josef Wagner begann seine Karriere 1966 beim Axel-Springer-Verlag. Über die Jahrzehnte wurde er für seine konservativen bis rechtspopulistischen Kolumnen berühmt. Sein Stil – oft in Briefform verfasst – richtete sich an Prominente, Politiker und sogar fiktive Figuren. Seine letzte Kolumne, veröffentlicht am 7. September 2023, war an Carlo Acutis adressiert, eine junge italienische Katholiken-Ikone.
Wagners Wirken beschränkte sich nicht auf den Journalismus: Er schrieb Ghostwriter-Texte für Persönlichkeiten wie Franz Beckenbauer, Udo Jürgens und Boris Becker. Seine Kolumnen, obwohl polarisierend, prägten das Gesicht der Bild und bildeten eine Art symbiotische Überlebensstrategie für Autor und Verlag gleichermaßen. Kritiker reihten ihn oft neben Figuren wie James Last und Fips Asmussen in den deutschen Kulturkanon ein.
Alfred Hilsberg, eine Schlüsselfigur der Hamburger Underground-Szene, verfolgte einen gänzlich anderen Ansatz. Er lehnte Bier und Haschisch ab und erklärte stattdessen das Lesen der Bild – Wagners Arbeitgeber – zur "wahren bewusstseinserweiternden Droge". Sein Einfluss erstreckte sich über Musik, Literatur und gegenkulturelle Bewegungen.
Wagners Tod markiert das Ende einer Ära für die provokante Kommentarkultur der Bild. Seine seit 2001 in Briefform verfassten Kolumnen prägten jahrelang die öffentliche Debatte. Hilsbergs Ableben schließt derweil ein weiteres Kapitel der deutschen Underground-Geschichte. Beide Männer, obwohl ideologisch Welten voneinander entfernt, definierten jeweils eigene, unverwechselbare Ecken der hiesigen Medienlandschaft.
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