Winfried Kretschmanns bewegender Abschied aus 44 Jahren Landespolitik in Baden-Württemberg
Nach 46 Jahren: Kretschmann hält letzte Rede im Landtag - Winfried Kretschmanns bewegender Abschied aus 44 Jahren Landespolitik in Baden-Württemberg
Winfried Kretschmann, Baden-Württembergs dienstältester Ministerpräsident, hat nach Jahrzehnten in der Politik seine letzte Rede im Landtag gehalten. Der 77-Jährige, der 1980 erstmals in das Landesparlament einzog, kündigte an, bei der anstehenden Wahl im März nicht mehr anzutreten. Sein Abschied markiert das Ende einer 13-jährigen Amtszeit als Regierungschef und einer 44-jährigen Karriere in der Landespolitik.
Kretschmann begann seine politische Laufbahn 1980 mit der Wahl in den Landtag. Seit 1996 ist er ununterbrochen Mitglied des Parlaments und stieg 2011 zum Ministerpräsidenten auf – ein Amt, das er länger innehatte als jeder seiner Vorgänger in der Geschichte des Bundeslandes.
In seiner Abschiedsrede bezeichnete er den Landtag als 'das Herz und das Nervensystem unserer Demokratie'. Er betonte dessen Bedeutung als zentrales Forum für Debatten und rief die Bürger auf, die Institution mit der gebotenen Ernsthaftigkeit zu behandeln. Die Abgeordneten würdigten seine Worte mit stehenden Ovationen und lang anhaltendem Applaus aus allen Fraktionen.
Der scheidende Ministerpräsident äußerte zudem Bedenken über die künftige Rolle des Landtags. Er warnte davor, dass dessen Einfluss durch die föderale Struktur Deutschlands und die zentralisierenden Tendenzen der EU geschwächt werden könnte. Trotz dieser Herausforderungen plädierte er dafür, Entscheidungen weiterhin auf Fakten und verfassungsmäßigen Grundsätzen zu basieren.
Während seiner gesamten Karriere hat Kretschmann die politische Landschaft Baden-Württembergs geprägt, während sich das übergeordnete föderale System kaum veränderte. Der Bundesrat, die Länderkammer Deutschlands, behielt seine Vetorechte und Mitspracherechte bei Gesetzen, die Länderinteressen berühren – die Kompetenzen des Landtags blieben damit vorerst unangetastet.
Mit Kretschmanns Rückzug hinterlässt er eine spürbare Lücke im Landtag, wo er über vier Jahrzehnte eine prägende Figur war. Seine Mahnungen zur Rolle der Institution unterstreichen die anhaltenden Spannungen zwischen regionaler Eigenständigkeit und zentraler Macht. Die Wahlen im März werden zeigen, wer ihm als Ministerpräsident folgt und wie sich die politische Ausrichtung des Landes entwickelt.
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