Merz fordert kulturellen Wandel: CDU streicht umstrittene Teilzeit-Pläne nach massiver Kritik
Merz fordert eine Mentalitätsänderung: "Alle Mann an Deck" - Merz fordert kulturellen Wandel: CDU streicht umstrittene Teilzeit-Pläne nach massiver Kritik
Bundeskanzler Friedrich Merz hat vor dem CDU-Parteitag einen kulturellen Wandel hin zu mehr Arbeitsbereitschaft gefordert. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht die Überarbeitung der Pläne zur Teilzeitarbeit. Kritiker – darunter Oppositionsparteien und Gewerkschaften – haben die ursprünglichen Vorschläge bereits als ungerecht und realitätsfremd scharf verurteilt.
Das erste Konzept der Union sah eine Einschränkung der Rechte für Teilzeitkräfte vor. Damit zog sie sich den Widerstand von SPD, Grünen, Linken und AfD sowie von Gewerkschaften wie der komba zu. Selbst aus dem sozialen Flügel der CDU kam Widerspruch: Der Begriff "Lifestyle-Teilzeit" ignoriere die tatsächlichen Herausforderungen von Frauen und älteren Beschäftigten, hieß es. Viele verwiesen auf Lücken in der Kinderbetreuung und Pflege – nicht auf mangelnden Einsatz – als Grund für reduzierte Arbeitszeiten.
Merz lenkt die Debatte nun um: Statt auf Sanktionen setzt er auf Motivation. Er will die Deutschen dazu ermutigen, ihre Arbeit mit Begeisterung anzugehen – nicht durch neue Gesetze oder Druck. Sein Credo: Wohlstand lasse sich nur durch eine gemeinsame Leistungsbereitschaft sichern.
Auf dem Parteitag wird der Entwurf neu verhandelt, wobei mit Anpassungen an der massiven Kritik gerechnet wird. Merz präsentiert die Diskussion als Chance, die Arbeitsmoral zu stärken, ohne wichtige Gruppen vor den Kopf zu stoßen.
Die überarbeitete Version wird voraussichtlich die umstrittensten Punkte des ursprünglichen Papiers streichen. Stattdessen will die CDU eine Kultur der freiwilligen Arbeitsbereitschaft fördern. Das Ergebnis der Konferenz wird zeigen, wie die Partei wirtschaftliche Ziele mit sozialen Realitäten in Einklang bringt.
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