SPD will Apotheken mit höherer Festgebühr vor dem Kollaps retten
SPD will Apotheken mit höherer Festgebühr vor dem Kollaps retten
Deutschlands Apothekenbranche steht unter wachsendem Druck – Hundertschaften mussten in den letzten Jahren schließen. Nun schlägt die SPD vor, die Festgebühr für Apotheken zu erhöhen, um ihre Zukunft zu sichern. Vertreter der Partei betonen, dass diese Maßnahme entscheidend sei, um die medizinische Versorgung zu erhalten – besonders in ländlichen Regionen.
2025 stellten bundesweit 440 Apotheken den Betrieb ein, sodass Deutschland mittlerweile eine der niedrigsten Apothekendichten in Europa aufweist. Besonders betroffen sind ländliche Gebiete, die mit Personalmangel und schrumpfenden Gewinnen kämpfen. Viele dieser Standorte sind für die Bevölkerung die letzte Anlaufstelle für medizinische Versorgung – ihr Fortbestand ist daher von zentraler Bedeutung.
Die Reformpläne der SPD gehen über reine Gebührenanpassungen hinaus: Geplant ist, die Rolle der Apotheken auszubauen und sie zu "Gesundheitslotsen" mit erweiterten Dienstleistungen zu machen. Prävention und Patientenberatung sollen künftig im Mittelpunkt ihrer Arbeit stehen. Dr. Christos Pantazis bezeichnete die Festgebühr als "Grundpfeiler des Systems" und warnte, dass inhabergeführte Apotheken ohne sie vor dem Kollaps stünden.
Bevor eine Erhöhung der Gebühr beschlossen wird, muss die Finanzkommission die Anpassungen prüfen und empfehlen. Tanja Machalet hob hervor, dass Apotheken als verankerte Gemeinschaftseinrichtungen nicht nur unverzichtbare Leistungen erbringen, sondern auch die lokale Demokratie stärken. Die Partei strebt einen Ausgleich zwischen den Bedürfnissen der Apotheken und der Stabilität der gesetzlichen Krankenversicherung an.
Die Bundesregierung hat bereits Gegenmaßnahmen ergriffen, etwa Subventionen und erleichterte Genehmigungen für Filialapotheken, um die Schließungswelle auf dem Land zu bremsen. Diese Schritte, die Anfang 2026 eingeführt wurden, zielen besonders auf Regionen ab, in denen die Arzneimittelversorgung am stärksten gefährdet ist.
Die geplante Gebührenerhöhung könnte die Apotheken stabilisieren – ihre Umsetzung hängt jedoch von weiteren Prüfungen ab. Falls die Reform kommt, könnte sie die finanzielle Belastung verringern und das Angebot in unterversorgten Gebieten ausbauen. Aktuell bleiben ländliche Gemeinden am stärksten von Apothekenengpässen bedroht.
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