Gil Ofarim gewinnt das polarisierende Dschungelcamp 2025 – doch der Skandal bleibt
Gil Ofarim gewinnt das polarisierende Dschungelcamp 2025 – doch der Skandal bleibt
Die neueste Staffel von "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!" auf RTL ist mit Gil Ofarim als Dschungelkönig zu Ende gegangen. Doch die Show wurde von einer Kontroverse überschattet, da seine Vergangenheit und die Folgen seiner Antisemitismus-Vorwürfe aus dem Jahr 2021 die Lagergespräche dominierten. Zuschauer beschrieben die Staffel als "unangenehm mit einer Prise unerträglich", wobei die Auseinandersetzungen zwischen den Kandidaten die Spannungen zusätzlich verschärften.
Ofarim betrat den Dschungelcamp 2025 mitten in der anhaltenden Kritik nach seinem Geständnis vor Gericht 2023. Zunächst hatte er behauptet, 2021 in einem Leipziger Hotel antisemitischen Beleidigungen ausgesetzt gewesen zu sein, räumte später jedoch ein, Teile der Geschichte erfunden zu haben. Der Skandal endete mit einer Zahlung von 10.000 Euro, einer öffentlichen Entschuldigung und einer psychiatrischen Behandlung. Im Camp drängten ihn Mitkandidaten – allen voran Ariel, ein Anhänger der Flache-Erde-Theorie – dazu, die volle Verantwortung zu übernehmen. Kritiker brandmarkten ihn mit "G steht für gelogen" und hinterfragten, ob er sich wirklich mit dem betroffenen Hotelmitarbeiter ausgesöhnt habe.
Doch die Dramen der Staffel beschränkten sich nicht auf Ofarim. Der Streit zwischen Samira und Eva rückte in den Mittelpunkt, nachdem Samira Eva vorwarf, eine "Ehebrecherin" zu sein und sich an Farmer Patrick "mit Krallen" heranmachen zu wollen. Dazu gesellten sich skurrile Momente wie eine Kakerlake, die in ein Feuer unter einem Topf mit Reis und Bohnen sprang – woraufhin Patrick fragte: "Sind wir wirklich so schlimm?"
Schauspieler Hardy Krüger Jr. verfolgte das Spektakel mit einer Mischung aus Faszination und Ekel. Er bemerkte, wie die Kandidaten Drama für die Kamera inszenierten – ein Trend, den RTL durch die Besetzung jüngerer Staffeln mit Reality-TV-Stars noch befördert habe. Trotz des Chaos erreichte Ofarim das Finale und holte sich schließlich die Krone.
Die Ausgabe 2025 endete zwar mit Ofarim als Dschungelkönig, doch sein Sieg konnte die Kritik nicht zum Verstummen bringen. Sowohl Mitkandidaten als auch Zuschauer blieben skeptisch, was seine Bereitschaft zur Verantwortungsübernahme betrifft, während die Auseinandersetzungen und Kuriositäten der Staffel ihren Ruf als Show des Spektakels statt der Substanz festigten. RTLs Fokus auf Reality-TV-Persönlichkeiten prägt weiterhin die polarisierende Dynamik der Sendung.
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